Jubiläum des heiligen Franz von Assisi
Anlässlich des Jubiläums zum 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi werden innerhalb der Diözesanregion Freiburg folgende Veranstaltungen organisiert.
Veröffentlicht am15 Juni 2026
Die Delegierten der Katholischen Kirchlichen Körperschaft (kkK) haben den Jahresabschluss 2025 genehmigt, der aufgrund einiger unerwarteter Einsparungen einen Ertragsüberschuss aufweist. Bei ihrer Versammlung am Samstag, dem 13. Juni 2026, in Freiburg haben sie beschlossen, einen erheblichen Teil dieses Überschusses verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen sowie dem bischöflichen Ordinariat zukommen zu lassen.
Das Geschäftsjahr 2025 der Katholischen Kirchlichen Körperschaft (kkK) schloss mit einem Ertragsüberschuss von 85’554.85 CHF ab. Dieses Bilanzergebnis ermöglicht es der kkK, auf die Auflösung von Rückstellungen und Reserven zu verzichten, und ist das Ergebnis einer «sehr guten kollektiven Disziplin», wie Marc Joye, der Finanzverantwortliche des Exekutivrats, betonte. Er merkt an, dass die kkK nur sehr wenig Spielraum hat, da 85 % des Budgets aus Personalkosten (65 %) sowie damit verbundenen Ausgaben (17 %) besteht. Die Betriebskosten machen nur 15 % der Gesamtausgaben aus.

Zusätzliche Spenden
Der Exekutivrat schlug vor, den Ertragsüberschuss wie folgt zu verwenden: 25’000 CHF sollen an verschiedene Institutionen überwiesen werden, um die im Budget 2026 beschlossenen Spendenkürzungen auszugleichen, die in der Versammlung zu heftigen Debatten geführt hatten. Die kkK hatte ihre Beiträge im Geschäftsjahr 2026 widerwillig um fast 30’000 CHF kürzen müssen. Zweitens schlug der Exekutivrat vor, dem Bistum eine zusätzliche Spende in Höhe von 25’000 CHF zu überweisen, um es bei der Deckung seiner Betriebskosten zu unterstützen. Die schwierige Lage des bischöflichen Ordinariats hatte auch bei der letzten Versammlung für viel Diskussionsstoff gesorgt. Schliesslich werden 30’000 CHF in einen Reservefonds eingezahlt, der dem Exekutivrat zur Verfügung steht, um dessen Reaktionsfähigkeit auf unvorhergesehene und nicht vorhersehbare Bedürfnisse zu stärken (der Restbetrag von 5’554.85 CHF wird den Eigenmitteln zugewiesen).
Der neue Mechanismus des Fünfjahresplans, der von der Versammlung der kkK genehmigt wurde, sieht die Einrichtung eines solchen „Ausgleichsfonds“ vor. Eines seiner Ziele ist es, der kkK zu ermöglichen, Verluste über die Dauer einer Legislaturperiode hinweg auszugleichen. Diese Vorgehensweise soll gleichzeitig dazu beitragen, die Beiträge der Pfarreien zu stabilisieren. Die Delegierten haben die Jahresrechnung 2025 und die vom Exekutivrat vorgeschlagene Verwendung der Erträge einstimmig bei einer Enthaltung genehmigt.

Ungewisse finanzielle Auswirkungen
Die Versammlung bot auch Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft zu werfen. Für Marc Joye „werden uns die grossen Herausforderungen dazu zwingen, unseren Finanzplan zu überarbeiten. Eine erste Herausforderung liegt auf der Ausgabenseite. Die sozialen Verhältnisse ändern sich, was zu einem steigenden Bedarf an Diakonie, Solidarität, Begleitung und Unterstützung für die Schwächsten führt. Die an die Kirche gerichteten Anfragen nehmen zu und erfordern angemessene Mittel, um auf die neuen Situationen der Prekarität, Isolation und Verletzlichkeit zu reagieren. Die Kirche darf und kann diese Bedürfnisse nicht ignorieren. Darüber hinaus entwickelt sich die pastorale Vision des Bischofs weiter, um den Erwartungen der Pfarreimitglieder besser gerecht zu werden. Die Ausrichtung, bestimmte Aufgaben auf überpfarreilicher Ebene zusammenzufassen, wird sich auf die Finanzierung der kkK auswirken. Das Zusammenspiel dieser beiden Faktoren wird uns dazu zwingen, die Definition der kkK zugewiesenen Aufgaben zu überarbeiten. Wir arbeiten eng mit den Beauftragten des Bischofs zusammen, um die in unserer Satzung vorgesehenen Aufgabenliste zu erstellen.“
Ein weiteres wichtiges Thema, das in den kommenden Monaten Diskussionen und Debatten auslösen wird, ist die Frage des Finanzausgleichs zwischen wohlhabenden und weniger gut gestellten oder gar armen Pfarreien. Dieser Ausgleich, der zeitgleich mit den rechtlichen Grundlagen und Strukturen der kkK eingeführt wurde, ähnelt demjenigen, der zwischen den Gemeinden des Kantons oder zwischen den Kantonen der Eidgenossenschaft gilt. Laut Marc Joye reicht dieser Ausgleich nicht aus: «Wir arbeiten derzeit an einer Reform, die für die nachhaltige Finanzierung unserer Kirche in den kommenden Jahren entscheidend sein wird.» Der Präsident der Versammlung, Bernhard Altermatt, erinnert daran, dass eine Anpassung des Finanzausgleichs zwischen den Pfarreien, selbst wenn sie begrenzt ist, die Funktionsweise der katholischen Kirche von Freiburg stärken und ein echtes Spiegelbild der Solidarität sein wird, die in unserer Gesellschaft und unter den Gläubigen gelebt wird.
Vereidigung
Im Rahmen der Versammlung wurde Carla Bastos als neue Delegierte vereidigt; sie tritt die Nachfolge des zurückgetretenen Gabriel Simonet an.
